Bhumchu
"Om mani padme hung"
(Oh du Juwel in der Lotusblüte)
Um das Bhumchu-Fest ranken sich uralte Legenden, die bis zu Guru Padmasambhava zurückreichen.
Seit dem 17. Jahrhundert wird diese heilige Zeremonie im Kloster Tashiding in Sikkim zelebriert.
Im Zentrum steht die mystische Bhumpa-Vase und ihr Wasserstand, der alljährlich in der Vollmondnacht des ersten
tibetischen Monats von den Lamas geprüft wird, gilt als Omen für die Zukunft des Landes. Während ein optimaler
Pegel Wohlstand verheißt, deuten Abweichungen auf kommende Herausforderungen wie Dürren oder Unruhen hin.
Nachdem das heilige Wasser an die Gläubigen verteilt wurde, wird die Vase mit frischem Wasser aus dem heiligen
Fluss Rathong Chu aufgefüllt und bis zum nächsten Jahr sicher versiegelt.
“Die Prophezeiungen des Bhumchu-Festes. Die Mönche messen den Wasserstand in Bechern (Tings).
Je nach Füllmenge und Qualität ergeben sich folgende Vorhersagen für Sikkim und die Welt.”
🌊 Bis zum Rand gefüllt:
Ein Segenszeichen für ein friedvolles Jahr voller Wohlstand und Glück.
⚠️ Überlaufendes Wasser:
Ein Warnsignal für drohende Naturkatastrophen, Konflikte oder schwere Unwetter.
📉 Niedriger Wasserstand:
Wird als Vorbote für Dürreperioden, Hungersnöte oder Missernten gedeutet.
🌑 Trübes oder verschmutztes Wasser:
Gilt als Omen für heraufziehende Krankheiten, Epidemien oder soziale Instabilität
Nicht nur Gläubige aus Sikkim, Bhutan und Nepal besuchen das Festival, sondern
auch Gäste aus verschiedenen Teilen der Welt kommen zum Bhumchu-Fest.





