Wasservögel
„Kha-Chot-Palri“ – so lautet der ursprüngliche Name des mystischen Khecheopalri-Sees, um den
sich unzählige Legenden ranken. Eine der bekanntesten erzählt, er sei ein „wunscherfüllender See“.
Vor rund 3.500 Jahren aus Gletschereis und Firnschnee entstanden, ruht er heute auf 1.700 Metern Höhe,
tief eingebettet in dichten Mischwald. Der fischreiche See ist nicht nur ein Paradies für heimische Wasservögel,
sondern auch ein friedlicher Rückzugsort für Zugvögel auf ihrer Reise.
Als winterlicher Gast besucht der Gänsesäger (Mergus merganser) den Khecheopalri-See in West-Sikkim.
Idyllisch in dichten Baumbestand eingebettet, bietet das Gewässer den fischfressenden Entenvögeln ein
perfektes Revier. Da der heilige See eisfrei bleibt, wimmelt es dort nur so von Fischen, Wasserinsekten,
Krebstieren und Würmern – ein Nahrungsangebot im Überfluss für die anmutigen Wintergäste.
An den zahlreichen, ruhig gelegenen Seen fühlen sich u.v.a. Kolbenenten, Krickenten, Schnatterenten,
Tafelenten, Haubentaucher, Kraniche und Kormorane wohl und genießen die fischreichen Gewässer.
Unzählige Fische tummeln sich in dem von dichtem Baumbestand umgebenen Tingchim-See.
Ein perfekter Lebensraum für Schlangenhalsvögel. Bewacht wird der See von dem jahrhundertealten
Mani-Lhakhang-Kloster. Eine Hälfte des Sees ist tiefschwarz, der andere Teil smaragdgrün. Auch seltene,
wunderschöne Vögel bewohnen die dichten Wälder rund um den heiligen Tingchim-See in Nordsikkim.
Ein seltener Anblick am Tingchim-See: Der sikkimesische Fotograf Kusal Gurung dokumentierte
das Zusammentreffen eines Orientalischen und eines Amerikanischen Schlangenhalsvogels.
Diese Vögel, die bevorzugt fischreiche Seen und Flüsse besiedeln, verdanken ihren Namen ihrer
markanten Schwimmweise. Da ihr Körper beim Gleiten tief im Wasser liegt, ragen lediglich der
lange Hals und der spitze Kopf hervor, was eine starke Ähnlichkeit mit Schlangen hervorruft.
Als exzellente Beobachter und Taucher nutzen sie diese Tarnung für die Jagd: Sie lauern Fischen
unter Wasser auf und erbeuten sie durch ein schnelles Aufspießen mit ihren scharfen Schnäbeln.
etwa 190 Kilometer von der Hauptstadt Gangtok und nur fünf Kilometer von der tibetischen Grenze entfernt.
Es ist er ein Ort von übernatürlicher Schönheit und tiefer Stille. Mit einer Höhe von 5.430 Metern gehört er
zu den höchstgelegenen Seen der Welt. Das 118 Hektar große Gewässer wird vom Gurudongmar-Gletscher
gespeist und besticht durch seine beeindruckende Lage inmitten der Gletscherlandschaft.
Diese Streifengänse befanden sich gerade auf dem Rückflug in ihre hochgelegenen Brutgebiete
im Himalaya, als sie von extremem Wetter überrascht wurden. Völlig erschöpft mussten die Tiere
auf dem Flughafen Pakyong in Sikkim notlanden. Glücklicherweise nahm sich der Sicherheitsmanager
Budda Lama ihrer an und er versorgte die Gänse artgerecht, bis sie nach einer wohlverdienten
Ruhepause ihre Reise fortsetzen konnten.
Streifengänse sind wahre Hochgebirgsspezialisten. Man findet sie am Gurudongmar Lake
oder in Tibet in schwindelerregenden Höhen von bis zu 5.600 Metern. Als Zugvögel pendeln
sie regelmäßig zwischen ihren Winterquartieren in Pakistan, Myanmar und Bangladesch sowie
in ihren Brutgebieten Tibet, Mongolei, China und Nordsikkim.
📷
Kusal Gurung
Tenzing W. Bhutia
Sogyal Denzongpa
Rozan Dhungel














