Klöster Tholung und Tingvong


Die geschichtsträchtigen Klöster Tholung und Tingvong sind tief miteinander verbunden. 

Beide liegen in der absoluten Abgeschiedenheit von Upper Dzongu in Nord-Sikkim. 

Diese geschützte Region gilt als das Kernland des Lepcha-Volkes, den Ureinwohnern von Sikkim. 



Historisches Tholung-Kloster: 

"Ein verborgenes Juwel voller Spiritualität 

inmitten der unberührten Bergwelt Sikkims"




Der heilige Ort Tholung wurde 1760 von dem tbetisch-buddhistischen Meister Lhatsun Pema Dechen Gyatso 

spirituell offenbart. Das eigentliche Klostergebäude wurde 11789 unter der Herrschaft von Chogyal Tenzing Namgyal 

sowie von dem bedeutenden Meister der Nyingma-Tradition Lama Pema Dechen Gyatso errichtet.





Der Bergpfad vom Lepcha-Dorf Lingzya zum historischen Tholung-Kloster.

Die Tempelanlage liegt auf einer Höhe von 2440 Metern inmitten des Khangchendzonga-Nationalparks. 

Dieser extrem abgelegene Ort wurde einst ganz bewusst gewählt: Er diente dazu, die wertvollsten religiösen 

Schätze, heiligen Schriften und Reliquien des damaligen Königreichs Sikkim vor den einfallend Gorkha-Armeen 

aus Nepal in Sicherheit zu bringen. Bis heute werden diese Besitztümer dort in verschlossenen Kisten verwahrt.





Wer das verborgene Tholung-Tal betritt, spürt sofort die unbändige Kraft der Natur – und den tiefen Respekt vor den Menschen, die hier leben. Der beschwerliche Tagesmarsch führt über improvisierte Brücken und steile Pfade, die für die Einheimischen trotz aller Gefahren zum alltäglichen Lebensweg gehören. Diese Reise zum heiligen Kloster zeigt eindrucksvoll, wie eng Tradition, Gemeinschaft und die raue Bergwelt Sikkims miteinander verwoben sind.




Die Fotos verdeutlichen den beschwerlichen, aber landschaftlich faszinierenden Fußmarsch, entlang 

des wilden Gletscher-Flusses Tholung Chu von dem Dorf Lingzya zum heiligen Tholung-Kloster. 

Überqueren abenteuerlicher Hängebrücken, provisorische, rustikale Holzbrücken, mittig durch ein 

getrocknetes Flussbett über rutschige Steine und Geröll, Am Ende des langen Fußmarsches erwarten 

Mönche die Pilger, die sich erfreut vor den schneeweißen Chörten zeigen. 

Ein provisorisches Basislager direkt neben der heiligen Stätte bietet Übernachtungsmöglichkeiten. 


"Bedeutung der Kamsil-Zeremonie im Tholung-Kloster"

Alle drei Jahre erwacht das Kloster für die heilige Kamsil-Zeremonie zum Leben.

Da das Klima in den Bergen extrem feucht ist, werden diese Jahrhunderte alten Schätze und Gewänder während 

des dreitägigen Rituals zum Trocknen in die Sonne gelegt. Für tausende Gläubige, die dafür eine anstrengende, 

lange Fußwallfahrt auf sich nehmen, ist das Lüften der Truhen die seltene Chance, den direkten Segen der heiligen 

Reliquien zu empfangen. Ein lebendiges Stück Himalaya-Geschichte abseits jeglicher Touristenpfade.




Tingvong-Kloster: 

"Ein verstecktes Juwel im sagenumwobenen 

"Mayel Lyang "- dem paradiesischen Land der Lepchas"




Das Tingvong-Kloster ist ein Kloster der Nyingma-Schule (tibetischer Buddhismus. Es befindet sich im 

gleichnamigen Dorf Tingvong im Upper Dzongu in Nord Sikkim. Das Kloster wurde 1843 -unter der 

Herrchaft von König Tsugphud Namgyal- und von dem buddhistischen Mönch Tambi gegründet. 


Das buddhistische Kloster ist 1500 Meter hoch gelegen, inmitten einer völlig unberührten Berglandschaft,  

Es ist ein sprituelles und kulturelles Zentrum für die lokale Lepchagemeinschaft. Das Kloster ist ein 

bedeutendes religiöses Zentrum und gehört alternativ zum Tholung-Kloster. Das Tingvong-Klosterareal 

beherbergt eine Mönchschule und es besteht eine Gemeinschaft von etwa 50 Mönchen und 35 Nonnen. 

Das Tingvong-Kloster ist tief mit der indigenen Lepcha-Gemeinschaft und der regionalen Geschichte verbunden.





Im Land der Lepcha, in dem unbeschreiblich schönen Upper Dzongu, zeigt sich stolz die Wächtergottheit Sikkims.

Für die Lepcha im geschützten Dzongu-Gebiet ist der heilige Wächterberg lebender Beschützer vor Naturkatastophen

und heiligen Geistern. Hinter dem Wächterberg erhebt sich das schneebedeckte Kangchendzönga-Massiv.




"Verbindung zum Tholung-Kloster"

Das Tholung-Kloster wurde im 18. Jahrhundet erbaut und liegt versteckt in den dschungelartigen 

Wäldern im Upper Dzongu und ist sehr schwer zu erreichen. Um den Bewohnern von Tingvong den weiten 

Weg zu ersparen, stiftete Shri Chodar Lepcha das Land für den Bau des Tingvong-Kloster. 


"Das Erbe Sikkims Urbevölkerung"

Die Regionen im Oberen Dzongu ist ein exklusives Reservat für die indigene Róng-Gemeinschaft.

 Das Dorf Tingvong bewahrt bis heute die authentische Lebensweise und die Traditionen der Lepcha. 


"Rückzugsort in der Natur"

Das abgeschiedene Dorf Tingvong ist von unberührter Natur und einer herrlichen Ruhe umgeben, 

was den Ort zu einem beliebten Ziel für Naturliebhaber und Ökotouristen macht.


"Kulturelle Bräuche"

Die geistige und religiöse Tradition des Klosters ist vom Nyingma-Buddhismus geprägt. 

Im Winter findet jährlich der traditionelle Maskentanz "Guru Drakmar Cham" statt. 



Rituelle Darbietung im Tingvong-Kloster: Beim traditionellen "Cham-Tanz" symbolisieren 

die Masken und farbenprächtigen Gewänder den Sieg des Guten über das Böse. 




Fotos:
Tharchen Rongkup 
Sonam Tshering Adomoo
Tholung Monks
mpaech








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