Tsomgo-See
und blühenden Rhododendren nahe der tibetischen Grenze.
Der 3780 Meter hoch gelegene Tsomgo-See (auch Changu-See) ist ein Gletschersee im östlichen Himalaya.
Er liegt etwa 15 Kilometer von der tibetischen Grenze entfernt. Der See besitzt eine ovale Form, ist 836 Meter lang,
427 Meter breit und weist eine maximale Tiefe von rund 15 Metern auf. Umgeben ist er von kargen Bergketten.
Das Gewässer liegt im Einzugsgebiet des Flusses Rangpo Chhu, welcher ein linker Nebenfluss der wilden Teesta ist.
In den Frühlingsmonaten verwandelt sich das Ufer in ein buntes Meer aus Rhododendren, Primeln, Schwertlilien
und anderen seltenen, wunderschönen Hochgebirgsblumen.
Zudem ist der Tsomgo-See ein wahres Paradies für heimische Wasservögel.
Die berühmtesten und auffälligsten Gäste sind die Rostgänse, die sich besonders gerne in Ufernähe aufhalten.
Darüber hinaus sind in der Region rund um den See unter anderem Kormorane, Krickenten, Kraniche und
Moorenten anzutreffen. Aufgrund der extremen Höhenlage ist der See jedoch ein rauer Lebensraum.
In den kalten Wintermonaten präsentiert sich der Tsomgo See sogar komplett zugefroren.
Nichts für schwache Nerven! Von Sikkims Hauptstadt Gangtok aus schraubt sich die Straße in unzähligen, engen
Serpentinen die Steilhänge hinauf. Auf einer Strecke von gerade einmal 40 Kilometern geht es extrem steil bergauf,
vorbei an tiefen Abgründen und spektakulären Bergdörfern zum heiligen Tsomgo-See auf über 3700 Metern Höhe.
Am Tsomgo-See kam es zu einer unvergesslichen Begegnung mit einer alten Tibeterin.
Sie saß mit ihrer Gebetskette auf einer Bank. Von Einheimischen erfuhren wir, dass die Dame
aus Tibet geflüchtet ist und heute allein am See lebt. Obwohl eine sprachliche Verständigung
unmöglich war, zeigte sie durch ihr Lächeln große Freude darüber, fotografiert zu werden.
Fotos:
Rozan Dhungel
Kusal Grung
Prem Baniya Chhetri
Tshering Bhutia

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